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Dr. Kay Harten D.O.M.

EROP Deklaration zur Osteopathie 2008
(European Register of Osteopathic Physicians)
Was ist osteopathische Medizin?
Die Osteopathische Medizin beinhaltet eine umfassende manuelle Diagnostik
und Therapie von Fehlfunktionen des Bewegungssystems, der inneren Organe
und des Nervensystems und ihrer Beziehungen zueinander (Verkettungen).
Im Zentrum der Diagnostik steht die Suche nach der primären Läsion,
der Ursache der osteopathischen Funktionsstörung (Dysfunktion).
Im Mittelpunkt stehen die Selbstheilungskräfte des Patienten. Jeder Körper
hat eine starke Kraft zur Gesundheit in sich. Der osteopathische Arzt
regt diese Kräfte an und fördert damit die Selbstheilung.
Fast alle Methoden der osteopathischen Medizin sind als "weich" bzw.
"sanft" einzustufen. Die Behandlung selbst ist entspannend und führt ggf.
zu einer schrittweisen aber auch lang anhaltenden Regulation hin zum "Gesunden
und spannungsfreien Zustand".
Die Osteopathie ist im Wesentlichen auf den amerikanischen Arzt Dr.
Andrew Taylor Still zurückzuführen. Er gründete 1892 in Kirksville das
erste osteopathische College. In den USA ist heutzutage das Studium der
Osteopathie eine volle akademische Ausbildung, die dem Medizinstudium
gleichgestellt ist.
In Europa hat sich die Osteopathie erst seit einigen Jahren verbreitet.
Englische und belgische Privatschulen haben "Osteopathen" ausgebildet;
diese Ausbildung ist jedoch nicht mit dem Vollstudium der osteopathischen
Ärzte in den USA vergleichbar. Europäische "Osteopathen" sind in der Regel
Heilpraktiker oder Physiotherapeuten und keine Ärzte. Die deutsche Gesellschaft
für osteopathische Medizin (DGOM)
führte erstmals 1997 eine Fortbildung für Ärzte mit der Zusatzbezeichnung
Chirotherapie und mindestens zweijähriger Berufserfahrung auf diesem Gebiet
nach dem amerikanischen Standard in osteopathischer Medizin durch.
"Deklaration zur Osteopathie", ist der Titel einer
neuen EROP Deklaration zur Osteopathie. Gegründet im 19 Jahrhundert
von Dr. A.T. Still ist die Osteopathie auch im 21. Jahrhundert hochmodern,
sie muss aber in unsere moderne Wissens Gesellschaft transformiert werden.
Das EROP steckt den wissenschaftlichen und gesundheitspolitischen Rahmen
für eine europäische Osteopathie ab.
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Wer sollte sich mit Osteopathischer Medizin behandeln lassen?
Vor allem bei chronischen Schmerzen an der Wirbelsäule und den peripheren
Gelenken kann mit Hilfe der Osteopathischen Medizin eine umfassende und
erfolgreiche Therapie durchgeführt werden.
Bei Säuglingen, Kleinkindern und Kindern können mit den "weichen" Methoden
der Osteopathischen Medizin besonders hartnäckige Krankheitsbilder bzw.
Symptome erfolgreich behandelt werden, z.B. funktionelle muskulo-skelettale
Störungen, die sekundär durch das spastische Syndrom bedingt sind oder
Funktionsstörungen bei chronischen Kopfschmerzen.
Spezielle Krankheitsbilder, z.B.: chronische Kopfschmerzen, Migräne,
chronischer Tinnitus, chronischer Schwindel, atypische Gesichtsschmerzen,
Kiefergelenksstörungen, Reizdarm oder Reizblase. |
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Kosten einer osteopathischen Behandlung
Kassenpatienten:
In Deutschland ist die Osteopathische Medizin keine Kassenleistung. Osteopathische
Behandlungen müssen daher nach der GOÄ (Gebührenordnung
für Ärzte) wie bei einem Privatpatienten abgerechnet werden.
Nach den Sätzen der GOÄ ergibt sich je nach den gewählten
Behandlungsmethoden und dem Zeitaufwand ein Kostensatz zwischen ca. 73,-
Euro und 101,- Euro pro Sitzung. Sie erhalten vor der osteopathischen
Behandlung ein detailliertes Informationsblatt mit den exakten Gebührensätzen
der DGOM (Deutsche Gesellschaft für Osteopathische Medizin) und es
wird auch die Anzahl der Behandlungen vereinbart.
Bei Privatpatienten bezahlen die privaten Krankenversicherer grundsätzlich
osteopathische Behandlungen entsprechend der GOÄ (Gebührenordnung für
Ärzte). Download GOÄ Ziffern
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Muskelenergie Techniken:
Bei diesen Techniken werden Gelenkfehlfunktionen an der Wirbelsäule, aber
auch an anderen Gelenken behoben. Durch gezielten Muskelzug und geführte
Bewegungen werden die Gelenke wieder zur Normalfunktion gebracht und die
Muskelspannung optimiert.
Myofasziale Techniken:
Alle Muskeln sind umhüllt von den sogenannten Faszien. Die Faszien selbst
sind am ganzen Körper miteinander in Verbindung. Durch weichen Druck und
Zug werden Reize an diese Faszien gegeben. Dadurch werden Reaktionen zur
Normalisierung der Gewebespannung in Gang gesetzt. Letztlich werden dadurch
die Durchblutung der Gewebe und vor allem ihre Beweglichkeit gegeneinander
verbessert.
Counterstrain -Technik:
Bei der Counterstrain-Technik werden bestimmte druckschmerzhafte Muskel-und
Sehnenpunkte behandelt. Es gibt ca. 200 derartige "Tender points". Mit
einer speziellen Lagerungstechnik werden diese Tenderpoints vollständig
entspannt und anhaltend aufgelöst.
Functional-Technik nach Johnston:
Die funktionellen Techniken sind indirekte Methoden, die über Reflexe
am Rückenmark und zentralem Nervensystem wirken. Das Segment mit einer
Fehlfunktion wird im 3-dimensionalen Raum und in Abhängigkeit von der
Atmung in die Richtung geführt, die am leichtesten möglich ist.
Viscerale Technik:
Bei der visceralen Osteopathie werden Spannungsänderungen an inneren Organen
sowohl in ihrer Eigendynamik als auch im Organverbund ertastet und behandelt.
Innere Organe sind durch Faszien und Bänder befestigt und beweglich. Bei
Verspannungen dieser Faszien wird die Beweglichkeit der Organe beeinträchtigt.
Dadurch können Funktionsstörungen der Organe selbst entstehen und über
Reflexe auch Störungen am Skelettsystem auftreten. Bei der visceralen
Osteopathie werden die Verspannungen der Bänder gelöst. Dadurch wird die
physiologische Funktion der inneren Organe unterstützt.
Craniosacrale Technik:
Die Schädelknochen sind beweglich und sie bewegen sich in einem bestimmten
Rhythmus. Dieser craniosakrale Rhythmus ( ca. 8-12 mal pro Minute ) entsteht
durch die Bewegungen des Gehirnwassers ( Liquor ) und reicht vom Hohlraumsystem
des Kopfes über den ganzen Rückenmarkskanal hinunter bis zum Steißbein
Bei der craniosakralen Technik werden die Beweglichkeit der verschiedenen
Schädelknochen untereinander und die Steißbeinbeweglichkeit untersucht
und beurteilt. Bei einer Fehlfunktion können die gelenkartigen Verbindungen
der Schädelknochen und des Steißbeines normalisiert werden. Mit der craniosakralen
Therapie werden auch Verspannungen der Schädelmembranen gelöst und der
Blutkreislauf im Schädel verbessert.
Funktionelle Techniken:
Zu den funktionellen Techniken gehört auch die FPR - Behandlung.
(Facilitated positional release)
Für weitere Informationen klicken Sie www.dgom.info
an.
Ihr Ansprechpartner: Dr. K. Harten
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